01, Haus im Grazer Rotlichtviertel, Post-Barock,1999

01, Haus im Grazer Rotlichtviertel, Post-Barock,1999
01, Haus im Grazer Rotlichtviertel, Post-Barock,1999

1) „Haus im Grazer Rotlichtviertel” , Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm, August 1999. Für sich genommen erzeugt der Titel eine bestimmte Art von Illusion. Den Umstand, dass die Bars links und rechts und geradewegs von der Kreuzung Amor oder Eros oder sonst wie heißen, habe ich mit roten Farbeinschlüssen in der Fassade angedeutet. Die unterschiedlichen Stile, die hier „aufeinander stoßen”, als Bauwerk oder als Lebensweise, erscheinen mir an dieser Kreuzung verdichtet. Das „reale” Haus steht an einer stark befahrenen Kreuzung. Die Autos habe ich weggelassen, auch die Autobusse, die hier stehen bleiben und wieder losfahren. Vom Lärm merkt man auf dem Bild natürlich nichts, auch nichts von den Gründen, warum ich, seit ich in Graz lebe, immer und immer wieder an dieser Kreuzung zu stehen komme. Einer davon ist, dass der Hautarzt, bei dem ich jahrelang wegen eines chronischen Leidens Kundin war, dort seine Ordination hat. Diese Stelle ist mir überhaupt zum Inbegriff der Kontaktstörungen geworden. Ich habe diese Kreuzung nur ein einziges Mal leiden können, das war als ein lieber Mensch mit mir dort auf den nächsten Bus gewartet hat.

1) „House in the Red Light Quarter of Graz“, oil on canvas, 70 cm by 50 cm, August 1999;
The name of the painting by itself creates a certain illusion. I used patches of read colour for the houses to suggest the surroundings of the house. The bars in the vicinity of the crossroads are called Cupid, Eros or the like. The different interpretation of the subject as building or way of life that are „clashing“ in this painting seem to be thickened at this crossroads. The real house is at a very busy crossroads but I did not paint the cars nor the buses that stop there. Naturally, in the picture, you do not notice the noise at this place neither can you see any of the reasons why I have come to stand at this very crossroads again and again since I have been living in Graz. One of the reasons is that the dermatologist who I consulted for many years because of a chronical disease has his surgery there. In the course of time this spot has epitomized the defect in human relations. Only once did I like this crossroads and that was when a dear friend and me were waiting for the next bus.