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14, Ton klingt, Bild schaut: Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Dezember 2002. Ich neige dazu, mich von manchen Berufsbezeichnungen beeindrucken zu lassen. Ein Geigenbauer etwa ist in meinem Denken romantisch verklärt, und ich unterstelle ihm so viele Vorzüge wie in einem Menschen gar nicht Platz haben. Der Titel des Bildes sollte der für eine Ausstellung bei einem Geigenbauer sein, in Kombination mit dem Auftritt eines Geigers. Der Veranstalter und seine PR – Beraterin suchten einstimmig dieses Bild für die Einladung aus, und meinen Vorschlag „Ton klingt, Bild schaut“ als Veranstaltungstitel fanden sie bestens. Spätestens seit dem Aufschrei, der aus mir kam, als ich den Entwurf sah, weiß ich, dass ich weiß, was Urheberrecht ist. Sie hatte in mein Bild eine Geigenspielerin „appliziert“, wie sie es nannte, und das Honorar dafür sollte ich noch zur Hälfte übernehmen. Aus dem Vorhaben wurde natürlich nichts, aber mein Bild ist immer noch mein Bild.

14. Tone Sounds, Painting Looks: Oil on canvas, 60 cm by 80 cm, December 2002. I tend to be impressed by certain job titles. When I think of a violin maker I romanticize him and impute so many good qualities to him that one single person can never have. The title of this painting was meant to be the name of an exhibition at a violin maker’s where also a violinist should give a performance. The organizer and the PR manager agreed on this picture to be printed on the invitation card and they were enthused about my proposal to call the event ‘Tone Sounds, Painting Looks’. At least since I cried out at the sight of the draft for the invitation card I have known that I know what is meant by copyright. The PR-manager had ‘applied’ – as she called it – a female violinist to my painting and above all I should bear half the costs. We forgot about all that but my painting is still my painting.

14, Tono suona, quadro guarda:olio su tela, 60 x 80 cm, dicembre 2002. Tendo a farmi impressionare da alcune denominazioni della qualifica professionale. Un liutaio per esempio nel mio modo di pensare è trasfigurato romanticamente e gli attribuisco tanti pregi che in fondo non ci stanno in una persona sola. Il titolo del quadro dovrebbe essere quello di una mostra da un liutaio, in combinazione con la comparsa di un violinista. L´organizzatore e la sua consulente PR scelsero all´unisono questo quadro per l´invito, e la mia proposta per il titolo della manifestazione “tono suona, quadro guarda” la trovarono perfetta. So che so quello che è il copyright al più tardi da quando mandai un urlo al vedere la progettazione. Aveva “applicato”, a quanto lo denominò lei, al mio quadro una violinista, e in più la metà dell´onorario l’avrei dovuta pagare io. È ovvio che non se ne fece nulla con questa intenzione, ma il mio quadro è ancora il mio quadro

15. Weiterführung einer Gasse in Prag: Öl auf Karton, 40 x 50 cm, Jänner 2004. Wo sich die Gasse befindet, ist für mein Bild wahrscheinlich weniger relevant, als die Tatsache, dass im tatenlosen Warten das Auge sich zunächst auf unendliche Entfernung einstellen kann. Der Grund, warum ich zehn Jahre nach einer Reise noch einmal ein Bild aus der selben alte Skizze mache, ist wohl das nostalgische Gefühl, das ein Block, den ich beim Aufräumen fand, in mir ausgelöst hat. Ich dachte für ein paar Augenblicke, damals wären meine Angelegenheiten noch nicht so zerklüftet und gleichzeitig völlig unterschiedlichen Bereichen angehörig gewesen. Das stimmt aber nicht. Mir ist während des Malens eingefallen, dass mir die WG – Kollegen die Prag Reise zum Geburtstag schenkten, damit sie es endlich für ein paar Tage ruhig hatten.