36, Stadtebenen, fw,4

36, Stadebenen, fw,4,
36, Stadebenen, fw,4,

36, Stadtebenen,  Öl auf Karton und Holz, 42 x 52 cm, 2009. Einmal war ich in  Viterbo weil die Leute in der Gegend sagten, dort könnte ich gut Leinwände einkaufen, was dann aber nicht stimmte. Wir fanden ein einziges Geschäft, in dem ich die Restbestände aufkaufte. Als außergewöhnliches Merkmal an dieser Stadt habe ich das Phänomen in Erinnerung, dass fast jede Straße, die wir gingen, bergab führte, ohne dass diese Stadt aber aus deutlich erkennbaren Hügeln bestünde. Das kann aber nicht stimmen, weil das völlig unnatürlich wäre. Also muss ich das beim nächsten Aufenthalt prüfen und mich auf Straßen konzentrieren, die bergauf führen.

36, Town Levels, oil on cardboard and wood, 42 by 52 cm, 2009. Once I went to Viterbo because the locals told me that it was a good place to buy canvas, which however was not true. We found only one shop in which I bought up the remainders. As the most striking feature of this town I have kept in mind that nearly all the streets we passed were leading downhill, although it was not obvious that the town was built on hills. That cannot be true because it would be completely unnatural. I will have to verify that on my next visit and I will have to concentrate on streets leading uphill.

36, Piani di una città, olio su cartone e legno, 42 x 52 cm, 2009. Una volta sono stata a Viterbo, perchè persone del posto avevano detto che lì si potevano comprare buone tele. Ma non fu così. Trovammo un unico negozio, nel quale acquistai gliscampoli di tela. Come fenomeno straordinario ricordo che tutte le strade erano in discesa, senza che questa città sembrasse sorgere su delle colline. Ma non può essere così, perché sarebbe del tutto innaturale. Quindi la prossima volta che farò tappa lì dovrò concentrarmi sulle strade che vanno in salita.

37, Treppenkonstruktion für Bagnoregio, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, 2010. In der Zeit als ich an den Texten für die früheren Miniaturen schrieb, traten in meinem Gedächtnis die Namen der kleinen Dörfer wieder zutage, in die die Tagesausflüge in Umbrien und in Latium geführt hatten. Einer davon war Bagnoregio, ein sehr kleines Dorf, das aus der Zeit der Etrusker stammt, auf einem sehr steilen Berg gelegen und nur zu Fuß erreichbar. Die Besucher parken ihre Fahrzeuge auf dem dafür vorgesehen Platz am Fuß des Berges. Mit dem Blick hinauf zu den Gebäuden in der Höhe gehst du auf der schmalen Straße im Strom der anderen Besucher, und irgendwann, wenn du zum Umkehren schon zu weit gegangen bist, merkst du an einem Seitenblick, du bist die längste Zeit schon auf einer Brücke gegangen, und tief unter dir ist das große weite Tal. Wer Höhenangst hat, wie ich, dem fahren die elektrischen Ströme durch die Knochen und der Schweiß sammelt sich in den Handflächen. Das Geländer ist überall besetzt, und es kommen auch noch Menschen entgegen, obwohl die Brücke eigentlich nur einspurig begehbar ist. Das bedeutet, du musst später denselben Weg auch wieder zurück hinunter. Oben gibt es tatsächlich Menschen, die hier ihre Geschäfte und Lokale haben. Einigen Besuchern scheint die Steilheit der Brücke aber nichts anzuhaben: Sie kaufen im Dorf Olivenöl in großen Gefäßen und ganze Käselaibe. Aber wir sind wieder unten angekommen. Was ich machen würde, wenn ich dort leben müsste, wäre so etwas wie auf meinem Bild, eine Treppenkonstruktion, die in viele kleinere Abschnitte unterteilt wäre mit flachen Übergängen zwischen ihnen.