52, Passagen, fw,4

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52, Passagen, Öl auf Leinwand, 45 x 80 cm, 2009. Während ich andere MalerInnen das Wort Buchhaltung oft stöhnend aussprechen höre, kann ich von mir mit Sicherheit sagen, dass ich Buchhaltung sehr gerne mag, was mir deutlich bewusst wird, wenn ich Rechnungsbelege chronologisch sortiere und Namen und Anschriften der Empfänger einen Film von der Reise in mir wachrufen, der mir sonst nicht eingefallen wäre. Ein Einheimischer bewegt sich dort mit größter Selbstverständlichkeit, ohne sich um den Namen der Straße zu kümmern, in die er gerade einbiegt. Ich aber rekonstruiere mit meinen Buchhaltungsbelegen die Straßennamen, wo sich die Cafés befinden, in die ich eingekehrt bin. Der nächste ist einer vom „Stella di Polare“, das Café gleich neben der „Pensione Centrale“, wo wir wohnen. Das ist jetzt aber alles wieder  in Triest.

52, Passages, oil on wood, 45 x 80 cm, 2009. Whereas I often hear other painters moaning about book keeping I can say that I definitely love accounting and I become distinctly aware of it when I am sorting receipts in chronological order and the names and addresses on them evoke in me a film of a journey which otherwise would not have come to my mind. A local moves around there like a duck takes to water without caring about the name of the street into which he turns. I, however, when looking at my receipts, recall the names of streets where are cafés in which I stopped by. The next receipt is from “Stella di Polare”, the café next to “Pensione Centrale” where we were staying. However, that was in Trieste.

52, Passaggi. Olio su tela.  45 x 80 cm. Mentre  altri pittori e pittrici pronunciano la parola „contabilità“ solo sospirando, a me  la contabilità piace molto. Me ne rendo conto soprattutto mettendo a posto scontrini e fatture, quando  nomi e indirizzi dei titolari mi fanno rivedere il viaggio come in un film. Una persona del posto ci gira disinvolto, senza curarsi del nome della strada che sta prendendo. Io però ricostruisco con i mei scontrini i nomi delle strade dove si trovano i bar da me frequentati. Il prossimo scontrino è del bar „Stella Polare“, subito accanto alla „Pensione Centrale“ dove abitavamo. Siamo però di nuovo a Trieste

53, Hafen in Triest, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2011. Der Blick aufs Meer, muss ja nicht zwangsläufig in die Weite führen. Um das zu demonstrieren, wollte ich einem Bekannten, der bereits einige Bilder von mir hat, den Gefallen tun, ihm ein Bild vom Hafen in Santa Cristina, in der Nähe von Triest, zu malen, aber das Bild war ihm dann doch zu direkt, gerade weil er dieses oder ein vergleichbares Bild ohnehin selber in seinem Kopf hat und dazu wahrscheinlich auch noch auf hundert Fotos. Aber ich hab das jetzt, und eigentlich habe ich die vielen Segelstangen mit Freude gemalt. In Ableitung davon habe ich auch noch eine Miniatur gemalt, auf der ich alle Schiffsbäuche weggelassen habe, also nur mit den Segelstangen.