10- Sonne im April

10, Sonne im April, Pb, 1999
10, Sonne im April, Pb, 1999, sold

10, Sonne im April, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm; Juli 1999,
frei nach Skizzen, die ich im April 99 in Orvieto gezeichnet habe. Es ist das zweite Bild aus einer Serie, die noch entsteht, obwohl „der Kunstmarkt” an italienischen Motiven längst übersättigt ist. Aber vielleicht verhält es sich mit den südlichen Motiven auf den Bildern wie mit den Liebesgeschichten in den Romanen: Das, was daran immer gleich ist, wird durch die unterschiedlichen Erzählweisen zu etwas Neuem.

10, Sun in April oil on canvas, 50 cm by 70 cm, July 1999;
I painted this picture after sketches drawn in Orvieto in April 1999. This is the second of a series of paintings on which I am still working although Italian motifs have been glutting the art market. Southern motifs in paintings may react the same way as love stories do in novels: That which is the same turns into something new by the different ways of telling it.

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09- Libussa, 2

09, Libussa, Pb, 1999
09, Libussa, Pb, 1999

09, Libussa 2, 50 x 40 cm, Öl auf Karton; 1999,
Das Gebäude links geht auf eine Krumau-Skizze zurück, die Vorlage für die Gasse rechts war in Prag. Da ich Motive aus zwei Städten auf einem Bild vereint habe, handelt es sich gewissermaßen um die malerische Gründung einer Stadt. Als Titel habe ich daher den Namen Libussa, die der Sage nach die Stadt Prag gegründet hat, gewählt.

09,Libussa 2, oil on cardboard, 50 cm by 40 cm, 1999. The building on the left hand side originates from a sketch from Krumau, the model for the street on the right can be found in Prague. As I combined motifs from two towns this can be regarded as the pictorial foundation of a town. Therefore I chose the name of Libussa who, according to legend, founded the town of Prague.

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08- Gelbe Gasse mit blauem Haus 1

08, Gelbe Gasse mit blauem Haus 1, 40 x 50 cm, Öl auf Karton, Februar 1999. Diese Gasse befindet sich irgendwo in Prag, und in Wahrheit ist sie überhaupt nicht bunt, nur bei ein zwei Fassaden ist das Erdgeschoß, wo die Geschäfte sind, einmal braun und einmal dunkelgrün angefärbelt. Ich war zweimal in Prag, einmal in einem Mai, einmal in einem Dezember. Beim ersten Besuch erschien mir die Stadt warm und bunt, beim zweiten Besuch war es überall öd, kalt und unfreundlich, und die Straßen waren grau.

08, Yellow Street with Blue House 1, oil on cardboard, 40 cm by 50 cm, February 1999. This street is located somewhere in Prague. In reality it is not colourful at all, only the basements of two of the houses are brown and dark green. I have been to Prague twice, once in May and once in December. At my first visit the town seemed warm and colourful. When I came there for the second time, everything was dull, cold, cheerless and the streets were all grey

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07- Noch ein Turm

07, Noch ein Turm, Pb, 1999
07, Noch ein Turm, Pb, 1999, sold

07, Noch ein Turm, Öl auf Karton, 40 x 50 cm, 1999; Verona. In Wahrheit war das der erste Turm, den ich in Verona skizzierte, als Ausdruck meiner Trotzhaltung gegen das „Alles, nur keine Türme”. Wer weiß, was ich sonst in dieser Stadt gesehen hätte.

7) „Another Steeple“ oil on cardboard, 40 cm by 50 cm, 1999, Verona;
To be true this was the very first steeple I sketched in Verona. It was some sort of act of defiance to the „everything but steeples“ of my girlfriend. Who knows what other things I would have realized in this town if there had not been my friend’s disapproval of steeples.

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06-Torre Veronese

06, Torre Veronese, Pb,199
06, Torre Veronese, Pb,1999, sold

06, Torre Veronese, Öl auf Karton, 50 x 60 cm; Dezember 1998, Verona-Serie. Die Freundin, mit der ich unterwegs war, kann Türme nicht leiden, schon gar keine Kirchtürme. Ich schon, und es gibt ja fast keine anderen Türme als Kirchtürme. Und an diesem Turm hat mich beeindruckt, dass er nach oben hin immer lichter wurde. Das oberste Turmgeschoß war nach allen Richtungen hin offen, so dass der Wind überall nur so durchpfeifen musste, und die dünn gemauerten Stäbchen, die das Dächlein trugen, fand ich erstaunlich.

06 „Torre Veronese“ oil on cardboard, 50 cm by 60 cm, December 1998, Verona-series. The girlfriend with whom I was travelling cannot stand towers, especially not steeples. I, however, love them. I was particularly impressed by this very steeple because it was getting lighter towards the top. The top floor was open towards all sides so that the wind was blowing through the dainty pillars that carried the roof

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05-Campanile

05, Campanile, Pb,1999
05, Campanile, Pb,1999, sold

05, Campanile, Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm, September 1998, Verona-Serie. Die Skizze für den Turm habe ich auf dem Rückweg von der Arena im Stehen gezeichnet, weil ich warten musste, bis der Kaugummi hinten auf meiner Hose trocknete. Von Tausenden von leeren Sitzplätzen hatte ich den mit dem Kaugummi erwischt. Der Turm hat mir gefallen, weil seine Spitze in Wirklichkeit wie ein geflochtener, auf den Kopf gestellter Papierkorb aussah. Ich habe ihn auf meinem Bild durch eine Zipfelmütze ersetzt.

05, „Campanile“ oil on canvas, 40 cm by 60 cm, September 1998, Verona-series;
I drew the sketch for this painting on my way back from the arena. I had to stand while I was sketching to let dry a chewing gum on the seat of my trousers. Out of the thousands of seats in the arena I had sat on the one with a chewing gum on it. I liked the steeple because its top looked like a woven waste paper basket turned upside down. In my painting I replaced the top by a pointed hat.

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04-Ein Dorf

04, Ein Dorf, Pb, 1999,
04, Ein Dorf, Pb, 1999, sold

04 „Ein Dorf”, 60 x 80 cm, Öl auf Leinwand, gespachtelt, Jänner 1999.
Bei diesem Bild habe ich an kein bestimmtes Dorf gedacht, nur an einen „Querschnitt” durch alle Dörfer, die ich von außen gesehen habe. Es gibt Dörfer, an denen man immer nur vorbeifährt. Sie sind weder für irgendetwas berühmt, noch kennt man jemanden, der dort wohnt, also bleibt man immer draußen und erinnert sich höchstens an die Tafeln, die Ortsanfang und Ortsende anzeigen.

04, „A Village“ oil on canvas, using a scraper, 60 cm by 80 cm, January 1999;
I did not think of a particular village only of a cross-section of all the villages that I have seen from the outside. There are villages that you only pass. They are not famous, you do not know anybody there so you never enter them. All you remember are the place name signs.

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02-DerAnstieg

02, Der Anstieg,
02, Der Anstieg, sold

2) „Der Aufstieg”, Öl auf Karton, 40 x 50 cm, April 1999;
Den Namen für den Burgberg in Verona, wo ich die Skizze für dieses Motiv gemacht habe, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Nach dem steilen Anstieg wird der Weg flach und man meint schon ganz oben zu sein, aber hinter einer Kurve kommen noch ein paar Stufen, die zu dem offenen Tor führen, durch das man auf einen weiten, zypressenumsäumten Platz kommt, von dem aus man weit über die Dächer der Stadt schauen kann.

2) „The Ascent“ oil on cardboard, 40 cm by 50 cm, April 1999;
I could not find out the name of the castle hill in Verona where I sketched this motif. After a steep ascent one reckons to be on top but after a bend there are some more steps to climb to get to the open gate through which you get onto a square lined by cypresses and from where you have a magnificent view on the roofs of the town.

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03, Leuchtender Tag, 1999

03, Leuchtender Tag, Pb, 1999
03, Leuchtender Tag, Pb, 1999, sold

3) „Leuchtender Tag”, 60 x 80 cm, Öl auf Leinwand, September 1998. Verona-Serie. Bei diesem Bild habe ich über das Ankommen am Zielort der Reise nachgedacht. Mit der Stimme eines bestimmten Kunstgeschichteprofessors im Kopf ist mir der Satz zu Giottos „Ankunft bei den Hirten” eingefallen: Die Ankunft sei ein leuchtendes Ereignis, das in der Zukunft liege. Das ist ein schöner Satz, und ich habe ihn weitergesponnen und festgestellt, dass das Ankommen immer etwas ist, das vor dem wirklichen Ankommen und sofort danach beschönigt wird. Diesen Umstand habe ich mit Gelb, Orange und Rot malen müssen. Selten erzählt jemand nach einer Reise, dass das Ankommen immer mit einer Reihe von Enttäuschungen verbunden ist. Aus der Ferne waren die Dächer und Türme schön zu sehen, aber sie sind viel zu lange in der Ferne geblieben, weil es einen kilometerlangen Stau gab. Das Quartier war auch kein schönes in der Altstadt, wie ich es mir vorgestellt hatte, sondern das erste Hotel, das gerade dort lag, wo man das erste Mal abbiegen durfte. Bei mir ist das Ankommen eigentlich immer mit einem „Anfangsgrant” verbunden, erst nach einem mal Schlafen bin ich imstande, auch etwas Angenehmes wahrzunehmen. Die anderen Verona-Bilder im Katalog gehen einerseits auf entspanntere Situationen zurück, andererseits habe ich vor Ort nur die Skizzen gezeichnet. Die Bilder aus dem Hinterher können dann so aussehen, als wäre alles in der Stadt nur schön gewesen.

3) „Shining Day“ oil on canvas, 60 cm by 80 cm, September 1999, Verona-series. Painting this picture I was thinking of the arrival at a destination. Having the voice of one of my professors of art history in my mind, a sentence about Giotto’s „Arrival at the shepherds“ came back to me: „The arrival is a shining event in the future.“ This is a beautiful sentence which I developed a bit further and finally I realized that the arrival is an event that is being glossed over before it actually happens and quickly after it happened. I felt forced to express this by using the colours yellow, orange and red. Hardly anyone admits that an arrival involved disappointment. From a distance the roofs, towers and steeples were beautiful to look at but they remained too long in the distance because of a tailback. My destination was not a lovely accommodation in the old town as I had expected but it was the first hotel after we were able to get out of the traffic jam. When I arrive at a destination I am usually in a bad mood and only the next morning I am capable of realizing pleasant things. The other „Verona paintings“ in the catalogue refer to more relaxed situations and usually I only draw sketches on the spot and paint the pictures at a later time. This may give the impression as if everything in the town was lovely.

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01, Haus im Grazer Rotlichtviertel, Post-Barock,1999

01, Haus im Grazer Rotlichtviertel, Post-Barock,1999
01, Haus im Grazer Rotlichtviertel, Post-Barock,1999, sold

1) „Haus im Grazer Rotlichtviertel” , Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm, August 1999. Für sich genommen erzeugt der Titel eine bestimmte Art von Illusion. Den Umstand, dass die Bars links und rechts und geradewegs von der Kreuzung Amor oder Eros oder sonst wie heißen, habe ich mit roten Farbeinschlüssen in der Fassade angedeutet. Die unterschiedlichen Stile, die hier „aufeinander stoßen”, als Bauwerk oder als Lebensweise, erscheinen mir an dieser Kreuzung verdichtet. Das „reale” Haus steht an einer stark befahrenen Kreuzung. Die Autos habe ich weggelassen, auch die Autobusse, die hier stehen bleiben und wieder losfahren. Vom Lärm merkt man auf dem Bild natürlich nichts, auch nichts von den Gründen, warum ich, seit ich in Graz lebe, immer und immer wieder an dieser Kreuzung zu stehen komme. Einer davon ist, dass der Hautarzt, bei dem ich jahrelang wegen eines chronischen Leidens Kundin war, dort seine Ordination hat. Diese Stelle ist mir überhaupt zum Inbegriff der Kontaktstörungen geworden. Ich habe diese Kreuzung nur ein einziges Mal leiden können, das war als ein lieber Mensch mit mir dort auf den nächsten Bus gewartet hat.

1) „House in the Red Light Quarter of Graz“, oil on canvas, 70 cm by 50 cm, August 1999;
The name of the painting by itself creates a certain illusion. I used patches of read colour for the houses to suggest the surroundings of the house. The bars in the vicinity of the crossroads are called Cupid, Eros or the like. The different interpretation of the subject as building or way of life that are „clashing“ in this painting seem to be thickened at this crossroads. The real house is at a very busy crossroads but I did not paint the cars nor the buses that stop there. Naturally, in the picture, you do not notice the noise at this place neither can you see any of the reasons why I have come to stand at this very crossroads again and again since I have been living in Graz. One of the reasons is that the dermatologist who I consulted for many years because of a chronical disease has his surgery there. In the course of time this spot has epitomized the defect in human relations. Only once did I like this crossroads and that was when a dear friend and me were waiting for the next bus.

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