Farbiges Warten, Band7, Inhalt

Monat: Februar 2016

  • klkpl,19, Pfauenfeder

    klkpl-19,

    klkpl,19, Pfauenfeder, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm, 2002 und 2004. Mein Bild „Aufgetaucht“ war in Florenz, nach dem Abbau der Biennale, für einige Monate verschwunden. Der Veranstalter der Ausstellung im Bergerhaus in Gumpoldskirchen hatte aber genau dieses Bild für die Plakate und für die Einladungen verwendet. Mein ursprünglich dunkelbraunes Bild Pfauenauge hatte vom Typ eine Ähnlichkeit mit dem jetzt fehlenden, weswegen ich es umgestaltete und nur in der Mitte etwas von der unteren Schichten bestehen Kaum war ich damit fertig, war das lang vermisste dann wieder aufgetaucht.

  • klkpl,18, Entgrenzte Gasse

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    klkpl,18, Entgrenzte Gasse, Öl auf Karton und Holz, 40 x 50, November 2002 und Jänner 2004. Dieses Bild ist eigentlich eine Hommage an den Grazer Maler Manfred Gönitzer, der alle, die ich kenne, irgendwann in Bildnerischer Erziehung unterrichtet hat. Ob sie später Maler geworden sind oder nicht. Er kommt gelegentlich in meine Ausstellungen und findet es schade, dass meine Rahmen so schwarz sind. Damit er nicht glauben soll, er rede gegen eine Wand, habe ich hart an meiner Grenze gearbeitet und dieses Bild malerisch entschärft.

  • klkpl,17, Absichtslos

    klkpl-17,
    klkpl-17,

    klkpl,17, Absichtslos, Öl auf Leinwand, 60 x 70 cm, Jänner 2004. Ohne besondere Absicht setze ich mich vor die Staffelei und male ein rotes Bild, aus dem dann eine Hand und menschliche Gestalten herausragen. Das ist jetzt das „Plus“. Bevor ich dieses Bild malte, war ich in der Apotheke. Dort gibt es jetzt „IQ plus“. Mit Phosphatidylserin. Gleich neben der Kassa, wo die Nahrungsergänzungen liegen. Wenn du vorher schon gescheit warst, bist du nach Verzehr blitzgescheit, der Rest ergibt sich von selber.

  • klkpl,15, Multizentral, klkpl,2004

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    klkpl,15, Multizentral, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2003. Den Bildtitel habe ich gewählt, weil es durch die vielen Eingänge und Fenster kein eigentliches Zentrum gibt, was dem Harmonieprinzip zuwiderlaufen müsste, weil der Blick des Betrachters nervös darauf herumirrt. Auf eine reale Situation übertragen, wüsste man nicht, welchen Eingang nehmen. Der Eindruck eines zusammengehörigen Gebildes entsteht aber durch die einheitliche Farbe des Hintergrunds.

  • klkpl,14, Bodenständige Stadt

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    klkpl,14, Bodenständige Stadt, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm, Oktober 2002. Ein dunkelbrauner Bildgrund scheint in der zeitgenössischen Malerei nicht besonders beliebt zu sein. (vgl. Bild 24) Auch bei mir war er das lange nicht, wie mir auffiel, als ich auf meine Farbtuben schaute und nur noch die dunkelbraunen übrig hatte. Ein pragmatischer Grund, aus dem ich meine Häuser baue.

  • klkpl,13, Das Fest

    klkpl-13,

    klkpl,13, Das Fest, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, Dezember 2003. In der Erwartung, dass sich etwas Unerwartetes ereignet, gehen die Leute auf ein Fest. Ich auch. Das Fest, vor dem ich dieses Bild gemalt habe, war eine Hochzeit, und es ist nichts Unerwartetes passiert.

  • klkpl,12, Neuerfindung des Rades

    klkpl-12,

    klkpl,12, Neuerfindung des Rades, Öl auf Leinwand, 60 x 90 cm.  In der Hoffnung auf neuen Antrieb muss ich manchmal auf runde Formen ausweichen. Dass dabei so etwas ähnliches wie ein Rad herauskommt, ist rein zufällig, und der Bogen der Lenkstange wäre als Vorlage für ein neu zu bauendes Fahrrad denkbar.

  • klkpl-11, Blätterformation auf Gelb

    klkpl-11,

    klkpl,11, Blätterformation auf Gelb, Öl auf Leinwand, 50 x 100 cm, Jänner 2004: Das Malen hat im eigentlichen und im übertragenen Sinn mit Transportieren zu tun. Seit Jahresbeginn 2004 hatte ich mehrere Ausstellungen, die sich zum Teil überlagerten. Um das viele Tragen und Transportieren auszugleichen, malte ich dieses leichte Bild, das nichts zu transportieren braucht.

  • klkpl,10, Bewegte Stadt

    klkpl-10,

    klkpl,10, Bewegte Stadt, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Dezember 2003. Um das Auge von den karierten Bildern etwas ausruhen zu lassen, erschien es mir am besten, ein möglichst helles Bild zu malen, auf dem eine Stadtsilhouette erkennbar ist. Meine früheren Treppen kürzte ich mit schrägen Strichen ab, einen nach abwärts, einen nach aufwärts: mögliche Bewegungsrichtungen auf einer Treppe.

  • klkpl,09, Antennenstadt

    klkpl-09,

    klkpl,09, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm. Es ist mein erstes großformatiges Bild, gemalt im Juli 2002. Das Motiv ist Bolsena, mein gleichnamiges Vorläuferbild nur 40 x 50 cm klein. Während ich Skizze und Bilder wegen des gekrümmten Schornsteins gezeichnet und gemalt habe, den ich aus den Bildern in Rosarot herausleuchten lasse, um den Zukunftsaspekt leichter erkennbar zu machen, ist mir von Betrachtern gesagt worden, das Bild gefalle ihnen, sie fänden es nur schade, dass dieser rosarote Schornstein da drauf wäre. Der Geschmackswandel ist ein Prozess, der lässt sich nicht abkürzen.