Farbiges Warten, Band7, Inhalt

Galerien

  • pb05, Campanile

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    pb05, Campanile, Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm, September 1998, Verona-Serie. Die Skizze für den Turm habe ich auf dem Rückweg von der Arena im Stehen gezeichnet, weil ich warten musste, bis der Kaugummi hinten auf meiner Hose trocknete. Von Tausenden von leeren Sitzplätzen hatte ich den mit dem Kaugummi erwischt. Der Turm hat mir gefallen, weil seine Spitze in Wirklichkeit wie ein geflochtener, auf den Kopf gestellter Papierkorb aussah. Ich habe ihn auf meinem Bild durch eine Zipfelmütze ersetzt.

    pb05, Campanile oil on canvas, 40 cm by 60 cm, September 1998, Verona-series;
    I drew the sketch for this painting on my way back from the arena. I had to stand while I was sketching to let dry a chewing gum on the seat of my trousers. Out of the thousands of seats in the arena I had sat on the one with a chewing gum on it. I liked the steeple because its top looked like a woven waste paper basket turned upside down. In my painting I replaced the top by a pointed hat.

  • pb04, Ein Dorf

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    pb04, Ein Dorf, 60 x 80 cm, Öl auf Leinwand, gespachtelt, Jänner 1999.
    Bei diesem Bild habe ich an kein bestimmtes Dorf gedacht, nur an einen „Querschnitt” durch alle Dörfer, die ich von außen gesehen habe. Es gibt Dörfer, an denen man immer nur vorbeifährt. Sie sind weder für irgendetwas berühmt, noch kennt man jemanden, der dort wohnt, also bleibt man immer draußen und erinnert sich höchstens an die Tafeln, die Ortsanfang und Ortsende anzeigen.

    pb04, A Village oil on canvas, using a scraper, 60 cm by 80 cm, January 1999;
    I did not think of a particular village only of a cross-section of all the villages that I have seen from the outside. There are villages that you only pass. They are not famous, you do not know anybody there so you never enter them. All you remember are the place name signs.

  • pb02, Der Anstieg

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    pb02, Der Anstieg, Öl auf Karton, 40 x 50 cm, April 1999;
    Den Namen für den Burgberg in Verona, wo ich die Skizze für dieses Motiv gemacht habe, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Nach dem steilen Anstieg wird der Weg flach und man meint schon ganz oben zu sein, aber hinter einer Kurve kommen noch ein paar Stufen, die zu dem offenen Tor führen, durch das man auf einen weiten, zypressenumsäumten Platz kommt, von dem aus man weit über die Dächer der Stadt schauen kann.

    pb02, The Ascent, oil on cardboard, 40 cm by 50 cm, April 1999;
    I could not find out the name of the castle hill in Verona where I sketched this motif. After a steep ascent one reckons to be on top but after a bend there are some more steps to climb to get to the open gate through which you get onto a square lined by cypresses and from where you have a magnificent view on the roofs of the town.

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    Pb,26, Andeutungen auf Blau
    Pb,27, Wolf und Mond
    Pb,28, Besuch mich wieder
    Pb,29, Andeutungen auf Grün
    Pb,30, Gelber Mond
    Pb,31, Wattestäbchen
  • fwbd5,66, FI, Garage

    fwbd5,66, FI,Garage, Via Ricasoli,

    fwbd5,66, Garage, Via Ricasoli, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm. Der Mann in der Garage erwähnte, dass er selber auch Maler sei, dass es in Florenz aber unmöglich wäre, von Kunst zu leben, weil in Florenz alles nur auf die alte Kunst bezogen wäre, und alle Leute nur wegen der Kunstwerke der Renaissance zu ihnen kommen würden.  Jeder Mensch denkt so über den Ort, an dem er selber lebt, sagte ich und dass ich, zum Beispiel, jetzt wegen meiner gegenwärtigen Bilder nach Florenz eingeladen bin. Ja, aber da sind nur ein paar so kleine Veranstaltungen zur zeitgenössischen Kunst, meinte er. Im Norden von Italien wäre es schon etwas besser, oder in Turin. In Turin kommen die gegenwärtigen Maler auch stärker vor. Und in Österreich und in Deutschland wäre es überhaupt insgesamt leichter für die freie Szene. Darüber denke ich nach, sagte ich. Es stimmt, ich denke darüber nach.

    fwbd5,66, Garage, Via Ricasoli, oil on canvas, 40 x 50 cm. The man at the garage told me that he was an artist himself. But he added that it is impossible to live of art here in Florence. People coming to Florence only want so see artworks from the renaissance.  I told him that almost every artist thinks the same about the place where he lives and that I was invited to Florence because of my contemporary art. He responded that this were only small events and that it would be much easier in the north of Italy or in Turin. He told me that there are many contemporary painters in Turin and that it is generally easier to live of painting in Austria or Germany. I told him that I would think about it. And it´s true, I think about it.

    fwbd5,66, Garage, Via Ricasoli, olio su tela, 40 x 50 cm. L’uomo nel garage  disse che era pittore anche lui, ma che a Firenze era impossibile vivere d’arte, perché contava solo l’arte antica e la gente veniva a vedere solo  le opere rinascimentali.  Ogni persona la pensa così del luogo dove vive, risposi e aggiunsi che io per esempio, ero stata invitata qui per i miei quadri contemporanei. Sì, menzionò, ma ci sono solo poche, piccole manifestazioni di arte contemporanea. Al nord era meglio, o a Torino. A Torino i pittori moderni erano più presenti. In Austria e in Germania poi era molto più facile per artisti moderni. Ci penserò, dissi. È vero, ci sto pensando.

  • fwbd5,65, Via_dell’Oriuolo

    fwbd5,65, Via-dell’Oriuolo,

    65, 07762, Via dell‘Oriuolo, Öl auf Leinwand, 60 x 90 cm. Bei diesem November Florenz Aufenthalt habe ich fast jedes Hinausgehen allein unternommen, weil meine Reisebegleiter, inklusive Hund krank geworden waren. Ich hatte mehrmals beim Einkaufen von Kleinigkeiten die Orientierung verloren, weil eben von einer einzigen Seite des Doms so viele unterschiedliche kleine Straßen wegführen, die sich im Gehen dann doch als große erweisen. Unser Zimmer war nur auf umständlich verschachtelten Wegen, mit Liftwechsel und langen Gängen dazwischen zu erreichen. Wieder hatte ich meine Bilder mittransportiert, die ich für die Veranstaltung selbst nicht gebraucht hätte, aber für eine andere Verabredung unterwegs.

    fwbd5,65, Via dell’Oriuolo, oil on canvas, 60 x 90 cm. During this November visit to Florence, I spent most of the time alone, because my travel companion plus my dog got sick. I lost the orientation quite often, when buying odds and ends, because there are so many small alleys around the area of the cathedral, which turn out to be rather long. Even the way to our room within the building was hard to find because of the small corridors. And again I took some paintings with me, which I didn´t need for the event in Florence, but for an appointment on the way.

    fwbd5,65, Via dell’Oriuolo, olio su tela, 60 x 90 cm. Durante quel soggiorno novembrino uscivo quasi sempre sola, perché i miei compagni di viaggio incluso il cane si erano ammalati. Più volte avevo perso l’orientamento facendo piccole spese qua e là, perché da un unico lato del Duomo partono tante viuzze, che dopo un po‘ si dimostrano vie. Alla nostra camera si arrivava solo attraverso molti corridoi, cambiamenti di ascensori e piani. Di nuovo avevo portato i miei quadri che non mi servivano per la mostra stessa ma per un altro appuntamento strada facendo.

  • fwbd5,64, FI, Via Ricasoli

    fwbd5,64, FI,ViaRicasoli,

    fwbd5,64, Firenze, Via Ricasoli, Öl auf Leinwand, 40 x 80 cm. Auf der Suche nach der Via Ricásoli,  wo wir diesmal unsere Unterbringung hatten, wurde ich nervös, weil die Vorgabe lautete, spätestens um 21. 00 Uhr dort zu sein, was wie selbstverständlich zu unfreiwilligen Umwegen führte. Schon knapp vor der Uhrzeit hielten wir an, um einen Passanten zu fragen. Da hatte ich einen besonders hochnäsigen erwischt, zu dem ich den Straßennamen in der falschen Betonung, nämlich mit der auf dem I aussprach. Er tat ganz entsetzt und sprach den Namen mit übertriebener Betonung des A aus, und ich musste ihm wie ein Kleinkind zuerst den Straßennamen richtig ausgesprochen wiederholen, bevor er mir den Weg beschrieb. Die Via Ricasoli ist  eine der vielen kleinen Gassen, die rund ums Domgelände sind. Es mag beim Anrufen des Vermieters fünf  Minuten nach 21 Uhr gewesen sein, aber wie der mich beschimpfte, war schon ziemlich daneben und der Schlusssatz seiner Tirade lautete, dass heutzutage kein normaler Mensch mehr ohne Navigator unterwegs wäre.

    fwbd5,64, Florence, Via Ricasoli, oil on canvas, 40 x 80 cm. On the search for Via Ricásoli, where we had our apartment, I got nervous because we had to be there before 9 pm. Some minutes before 9 o´clock we stopped to ask a passerby for the direction. Unfortunately I asked a rather snooty person, who instead of helping me with the direction, corrected my pronunciation. I had to repeat the name of the street like a school child before he gave me the right directions. Via Ricásoli is one of the small side alleys around the area of the cathedral. It may have been 5 minutes past 9, but our host went wild. The concluding sentence of his tirade was that there is no normal person who travels without navigation device.

    fwbd5,64, Firenze, Via Ricasoli, olio su tela, 40 x 80 cm. Cercando Via Ricasoli, dove avevo prenotato, mi innervosii perché dovevamo presentarci entro le ore 21, il che portò naturalmente a deviazioni non volute. Poco prima delle 21 ci fermammo a chiedere a un passante. Avevo pescato uno molto arrogante a cui chiesi la strada pronunciando” Rica’soli”, con l’accento sulla penultima sillaba. Lui si spaventò pronunciando il nome con eccessivo accento sulla seconda sillaba “Ri’casoli”. Mi fece ripetere, come a una bambina, il nome pronunciato correttamente prima di indicarmi la strada. Via Ricasoli è una delle tante viuzze intorno alla zona del Duomo. Quando finalmente chiamai il nostro padrone di casa saranno state le nove e cinque minuti, ma mi sgridò dicendo che oggi come oggi nessuna persona normale viaggiava più senza navigatore. Che impertinenza!

  • fwbd5,63, Blaue Bruecke vor erleuchteten Fenstern

    fwbd5,63, Blaue Brücke

    fwbd5,63, Blaue Brücke vor erleuchteten Fenstern. Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm. Die Via del Porcellana, in absteigender Reihenfolge der Hausnummern,  geht bis zur Piazza Santa Maria Novella, und man kommt auf der gegenüberliegenden Seite des Portals der Santa Maria Novella, neben dem Gebäude mit den markanten Arkaden heraus, das wie das Findelhaus aussieht, die „Loggia dell’Ospedale di San Paolo“, hinter welchem sich das italienische Nationalmuseum für Fotografie befindet. An der Mauer, für mich ungefähr in Augenhöhe, ist eine Tafel angebracht, mit eingezeichneten Linien über der Schrift, in welchem Jahr das Hochwasser des Arno bis zu der jeweiligen Linie gereicht hatte. Der Fluss ist von dieser Stelle im Normalzustand aber ungefähr einen Kilometer entfernt. Meine „Blaue Brücke vor beleuchteten Fenstern“ habe ich wegen dieser Tafel gemalt, die mir im November 2014 zum ersten Mal aufgefallen war.

    fwbd5,63, Blue Bridge in front of illuminated Windows, oil on canvas, 50 x 70 cm. Via del Porcellana, in descending order of the house numbers, goes directly to Piazza Santa Maria Novella. Opposite the portal of Santa Maria Novella, next to the building with its distinctive arcades, which looks like a foundling home and is called Loggia dell´Ospdale di San Paolo, one reaches the street. On the wall of the building at eye level is a sign with a line under the lettering, which indicates the high water level of the Arno. The river is normally 1 kilometer away from this sign. I did the painting “Blue Bridge in front of illuminated Windows” (oil on canvas, 50x70cm) because of this sign, which I noticed in November 2014 for the first time.

    fwbd5,63, Ponte blu davanti à finestre illuminate, olio su tela, 50 x 70 cm. Via del Porcellana arriva fino a Piazza Santa Maria Novella proprio di fronte al portale della Basilica, accanto all’edificio dai portici pronunciati che assomiglia alla casa dei trovatelli, la “Loggia dell’Ospedale di San Paolo”, dietro al quale si trova il museo nazionale di fotografia. Al muro, più o meno all’altezza dei miei occhi, si trova un cartello con incise delle righe indicanti il livello dell’acqua durante le piene degli anni passati. A cose normali il fiume dista circa un chilometro. Il mio quadro “ Ponte blu davanti a finestre illuminate” lo dipinsi per quel cartello del quale mi accorsi la prima volta nel novembre del 2014.

  • fwbd5,62, Via del Porcellana

    fwbd5,62, Via del Porcellana

    fwbd5,62, Via del Porcellana, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm. Von der anderen Seite des Platzes geht es in die Via del Porcellana.  Öl auf Leinwand, 50 x 50 cm. Diese schmale Gasse prägte sich mir gut ins Gedächtnis ein, weil ich eine bestimmte Hausnummer suchte. Die Nummer 32 fand ich beim ersten Durchgehen nicht. Im zweiten Durchgang entdeckte ich eine zweite, handgeschriebene Nummernreihe, in der ich jetzt die Nummer 32 fand. Handgeschriebene Hausnummern habe ich bei uns zuhause bisher nicht gesehen. Die Galerie war in der Größe eines Adressetiketts wie für einen kleinen Briefumschlag, auch mit der Hand, angeschrieben. Die Veranstaltung erweist sich wieder als Kontrast  zum unspektakulären Vorfeld. Die Mitglieder der „Accademia il Marzocco“ referieren ihre wissenschaftlichen Aufsätze, anlässlich des 450. Geburtstages von Galileo Galilei, mit Querverweisen zur Stadt Florenz und spannenden Überleitungen zur zeitgenössischen Kunst.  Eine zweite Gruppe der anwesenden Gäste sind Kunstkritiker, die Älteste unter ihnen kommt auf ihrem flotten Motorino. Für das Foto, das wir von ihr machen, nimmt sie den Helm ab. Sie feiert am darauffolgenden Tag ihren 90. Geburtstag, erzählt sie lachend. Sie kann es selber kaum glauben, drückt mir aber ihre Visitenkarte in die Hand, damit ich ihr Geburtsdatum nachrecherchieren kann. Die dritte Gruppe sind die Künstler, die hier ausgezeichnet werden. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, verstehen daher wahrscheinlich  nicht alle Vorträge wortwörtlich. Da sie aber alles auch in schriftlicher Form bekommen, können sie sich daher zuhause so lange wie sie wollen,  mit der Übersetzung beschäftigen.

    fwbd5,62, Via del Porcellana, oil on canvas, 40 x 50 cm. From the other side of the square one can reach Via del Porcellana (oil on canvas, 50x50cm). I remember the narrow alley quite well because I was looking for a certain house number. I couldn´t find number 32 at first, but when I went through the alley for a second time, I noticed the small handwritten house number. Even the sign of the gallery was hand written with tiny letters. The event however was a great contrast to the simple surrounding. The members of the “Accademia il Marzocco” gave lectures in celebration of the Galileo Galilei´s 450th birthday, with cross references to the city of Florence and unusual transitions to contemporary art. Another group of those present were the art critics. The oldest of them was a lady who turned 90 the next day. She arrived with her Motorino and took off the helmet when we made a picture. The third group of people were artists from different countries, who received their awards. Most of them didn´t even understand the lectures, but they did get the translated scripts.

    fwbd5,62, Via del Porcellana, olio su tela, 40 x 60 cm. Dall’altra parte della Piazza si accede a Via del Porcellana. Ricordo benissimo questa viuzza perché cercavo un determinato numero civico. Al primo passaggio non trovai il numero 32. Al secondo passaggio scoprì una seconda fila di numeri, scritti a mano, tra cui trovai il numero 32. A casa nostra finora non ho mai visto numeri scritti a mano. Anche l’indicazione per la galleria d’arte era scritta a mano su un’etichetta che poteva andare su una busta. La manifestazione si provò di nuovo un contrasto ai dintorni semplici. I membri dell’Accademia il Marzocco riferiscono le loro pubblicazioni scientifiche in occasione del 450. compleanno di Galileo Galilei, con riferimenti alla città di Firenze e collegamenti interessantissimi all’arte contemporanea.  Un secondo gruppo degli ospiti presenti sono critici d’arte, la più anziana tra di loro arriva sul suo motorino. Per la foto che facciamo di lei si leva il casco. Racconta ridendo che il giorno dopo festeggiava il 9o. compleanno. Quasi quasi non ci crede neanche lei, ma mi mette in mano il suo biglietto da visita affinché possa verificare la sua data di nascita. Il terzo gruppo sono gli artisti che saranno premiati. Vengono da vari paesi e probabilmente non capiscono tutto alla lettera, ma siccome viene consegnato tutto anche in forma cartacea, potranno occuparsene a casa, volendo.

  • fwbd5,61, Piazza dei Ognisanti,Florenz

    fwbd5,61, Piazza dei Ognisanti,

    fwbd5,61, Piazza die Ognissanti, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm. Bei meinem übernächsten Aufenthalt habe ich am Borgo Ognissanti, an der Kaimauer des Arno, bei novembertrübem Wetter wegen der trüben Farbe des Wassers in der Regenzeit einige Fotos  geknipst. Zum Skizzieren wäre es mir zu kalt gewesen.  Ich dachte an bevorstehende Bilder in Regenzeitstimmungsfarben. In eben diesen Farben hatte ich eine ganze Phase lang immer wieder Landschaften gemalt, für die sich zahlreiche  Abnehmer bei mir einstellen. Aber eine meiner Sammlerinnen hat eine starke Abneigung gegen diesen Farbton, der sie an  „Allerheiligenbilder“ erinnert, und an sie musste ich diesmal ganz intensiv denken, während ich auf der Piazza dei Ognissanti  stand, was auf Deutsch Allerheiligenplatz heißt. Ich ließ die Stimmung dort auf mich einwirken, und dazu passte der Blick auf die gegenüberliegende Seite, wo das Wasser des Arno nach den vielen Regentagen einen traurigen Farbton hatte. Jede andere Farbe für mein Bild von der Piazza dei Ognissanti wäre nicht so echt wie die abgetönten Novemberfarben, die ihre künstliche Beleuchtung einfordern.

    fwbd5,61, Piazza dei Ognissanti, oil on canvas, 100 x 100 cm. During another visit I took photos of the murky water at the Borgo Ognissanti along the pier wall of the Arno, because it was too cold for me to make some sketches. I thought about the upcoming rainy season when I would create many paintings with exactly these colors. One of my customers once told me that she doesn´t like these colors because they remind her of “Allerheiligenbilder”. When I was at the Piazza dei Ognissanti, which means “Allerhieligenplatz” in German I had to think of her intensively. I took in the melancholic mood when looking at the water of the Arno which had a sad color due to the many rainy days. There couldn’t be a better color then the shaded colors of November which almost demand artificial lighting.

    fwbd5,61, Piazza dei Ognissanti, olio su tela, 100 x 100 cm. Durante un altro soggiorno nella zona del Borgo Ognissanti, sul Lungarno, scattai alcune foto per il color torbido dell’acqua in quel triste tempo novembrino. Per fare degli schizzi faceva troppo freddo. Pensavo a futuri quadri in colori da umori di pioggia. Proprio in quei colori avevo fatto diversi paesaggi che suscitarono molto interesse e trovarono acquirenti. Una delle mie collezioniste però odia quei colori che le ricordano quadri di “Allerheiligen”, cioè di Ognissanti, e mi venne di pensare fortemente proprio a lei stando lì appunto in Piazza Ognissanti. Assorbivo l’atmosfera lasciando scorrere lo sguardo sulla riva opposta, dove l’acqua dell’Arno aveva assunto una tonalità triste dopo tanti giorni di pioggia. Nessun altro colore sarebbe così giusto per il mio quadro di Piazza Ognissanti, come gli smorzati colori novembrini che richiedono un’illuminazione artificiale.